Übergabe und Neuaufbruch

Alle, die noch Urlaubstage übrighaben, sind spätestens zum Jahresende fällig. Weihnachtszeit ist weltweit Familien- und damit Urlaubszeit. Wenn es um mehr als die Urlaubsübergabe geht, etwa um Geschäftsnachfolge, Neubesetzung wichtiger Positionen oder auch um eine Softwareumstellung, dann wohl dem, der vorbereitet ist.

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Bis zu 50.000 Liter Glühwein werden in Deutschland auf Weihnachtsmärkten ausgeschenkt, zwischen 220 und 270 € für Geschenke ausgegeben und zu essen gibt es Geflügel, Raclette oder ganz traditionell Würstchen mit Kartoffelsalat. Das alles verrät uns der Artikel Weihnachten in Zahlen des Webportals Yahoo. Doch damit der Glühwein auch schmeckt und überhaupt dauerhaft Geld reinkommt, das pünktlich zu Weihnachten wieder ausgegeben werden kann, muss der eigene Schreibtisch sauber und vor allem der Kopf frei sein. Wie die Übergabe für den Weihnachtsurlaub funktioniert, konnten wir bei impulse lesen. Das Wichtigste dabei: Priorisieren, informieren, cool bleiben. Machen Sie die Übergabe nicht größer als sie ist. Zählt man die wenigen Arbeitstage zwischen den Feiertagen zusammen, kommt der Urlaub oft nur einem Kurzurlaub gleich. Und vergessen Sie nicht: Die meisten Ihrer Kollegen und Geschäftspartner befinden sich über Weihnachten ebenfalls im wohlverdienten Plätzchenrausch.

Ganz anders sieht es aus, wenn die Übergabe weit mehr als nur vorübergehend ist. Perfektes Beispiel hierfür ist die 25-Jährige Verena Bahlsen, die das Business des erfolgreichsten deutschen Gebäckherstellers umkrempeln will. Im Interview mit der Horizont berichtet sie, welche Ansprüche sie an das eigene Unternehmen stellt und mit welchen Maßnahmen sie das Streben ihres Vaters nach Unabhängigkeit von großen Supermarktketten weiter vorantreibt. Mit einem eigenen Start-Up für nachhaltige Lebensmittelindustrie schlägt sie ganz neue Wege ein. Dass auch Ikea sich auf neuen Wegen befindet und Billyregal und Hot Dog zum Shoppingabschluss längst nicht mehr reichen, lesen wir vom gelb-blauen Einrichtungskonzern. Kooperationen mit Adidas, Lego, Stefan Diez und Olafur Eliassaon, eigene Bluetooth-Speaker und Fake-Perser stehen auf der Agenda. Doch wenn sich bei Ikea alles ändert, woran erkenne ich dann noch, dass ich bei meinem Lieblings-Möbel-Schweden und nicht im Multimediakaufhaus oder im Klamottenladen bin? Diese Frage stellte sich Anfang des Monats Journalist Max Scharnigg und kommt zu dem Ergebnis, dass sich Ikea womöglich mit seiner massiven Aufladung an Subkultur und Fremdmarken verzettelt. Weniger radikal geht es bei der Franke Gruppe und den Rauch Möbelwerken zu. Beide starten mit neuen Strukturen ins Jahr 2019. Bei Franke verstärkt man die Konzernspitze mit der Ernennung von Barbara Borra zur neuen Leiterin der Division Franke Kitchen und beim Schlafmöbelhersteller Rauch Möbelwerke bündelt man die neue Vertriebsstruktur unter der Führung des langjährigen Vertriebsleiters für den Bereich SB/Mitnahme, Horst Trunk.

 Der Geist ist stark, aber die Leitung lahm

„Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach“, passend zur Weihnachtszeit sind wir der Meinung, dass auch ein biblisches Zitat durchaus sein darf. Zurückgeht der uns allen aus dem Alltag bekannte Spruch auf den Evangelisten Markus. Er berichtet von Jesus, der mit seinen Jüngern nach dem letzten Abendmahl auf den Ölberg ging, um dort gemeinsam zu beten. Doch während Jesus wach blieb, schliefen seine Begleiter ein. Zugegeben im Fall von Haribo verhält es sich etwas anders und auch ganz so dramatisch wie die letzte Nacht vor Jesus Tod ist die Situation am Haribo-Hauptsitz in der Gemeinde Grafschaft nicht. Dennoch kann man auch hier sagen, am Geist des Süßwarenherstellers scheint es nicht zu liegen, sondern vielmehr an der Technik. Im Oktober führte Haribo SAP ein und hat seither mit Problemen beim Versand der richtigen Bestellmengen zu kämpfen. Mit Hochdruck arbeitet man nun daran, dass zu Weihnachten die Supermärkte wieder mit der richtigen Menge an Goldbären versorgt sind. Ob die Mitarbeiter von Haribo und SAP dabei Weihnachtslieder summen, wissen wir nicht. Wohl aber, dass man dem Klassiker „Last Christmas“ von Wham hierzulande nur kaum entfliehen kann: Rund 500 Mal am Tag läuft er im deutschen Radio in der Vorweihnachtszeit.

Wir wünschen Ihnen und Ihren Liebsten frohe Festtage, eine erholsame Weihnachtszeit und einen hervorragenden Start ins neue Jahr

Ihr Team von GOOS COMMUNICATION