KW 33: Engagement vs. Innovation

Liebe geht durch den Magen! Der Lebensmittelmarkt ist schwierig und angesichts seiner Größe zugleich verheißungsvoll.

 Quelle:  Janine Pusa

Quelle: Janine Pusa

Das haben auch Grundig und der Inkubator Rocket Internet erkannt. Die zwei deutschen Unternehmen gehen unterschiedliche Wege, Menschen mit Lebensmitteln zu versorgen.

Mit dem Trend weg von Fastfood, hin zur vegetarischen und veganen Ernährung, ist das Bewusstsein für gutes Essen gewachsen. Der bewusste Umgang mit Lebensmitteln lässt jedoch noch zu wünschen übrig. 1,3 Milliarden Tonnen essbare Nahrungsmittel werden jährlich weggeworfen. Das ist besonders erschreckend, wenn man weiß, dass auf der Erde 795 Millionen Menschen nicht genug zu Essen haben.

Diese Zahlen und die Bedeutung vom nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln, haben Grundig überzeugt, bei der Bewegung „Food for Soul“ während der olympischen Spiele in Brasilien mitzumachen. Gegründet wurde die Organisation vom international bekannten Koch Massimo Bottura, der mit anderen Partnern zusammen die „Refettorio Gastromotiva“ in Rio de Janeiro aufgebaut hat. Dort werden nun aus den von den Athleten übriggebliebenen Lebensmitteln täglich Mahlzeiten für sozial benachteiligte Menschen zubereitet. Grundig unterstützt das Projekt mit Geräten, die für die Haltbarkeit der Nahrungsmittel und für eine qualitative Zubereitung der Speisen sorgen.

Respektvoll mit Essen umzugehen, mehr Menschen zu ernähren und weniger Lebensmittel zu verschwenden, finden wir als Unternehmensengagement sehr vorbildlich!

Rocket Internet und die irische Kerry Group schlagen einen anderen Weg ein, um Menschen mit Lebensmitteln zu versorgen. Dabei wird das geplante Projekt Everdine nur für die westliche Welt in Frage kommen. Das Konzept ist es, Menschen alle zwei Wochen mit wahlweise acht oder zwölf tiefgefrorenen Gerichten zu beliefern. Diese werden ohne künstliche Zusatzstoffe zubereitet und direkt eingefroren. Hier werden vor allem Personen angesprochen, die wenig Zeit zum Kochen haben und ihre Mahlzeit einfach schnell mit der Pfanne oder dem Ofen aufwärmen wollen. Es ist zwar beachtlich, dass bei der Herstellung darauf geachtet wird, ohne künstliche Zusatzstoffe zu arbeiten. Doch der Transport der Gerichte und die Belieferung sind alles andere als nachhaltig. Bei diesem Projekt bleibt es zudem noch abzuwarten, ob die Kartellhüter das Vorhaben in Deutschland genehmigen werden …

Wir wünschen Ihnen eine nahrhafte Woche!
Ihr Team von GOOS COMMUNICATION