KW 1: Shopping - heute und in Zukunft

Es war einmal im Land der großen Elektrohändler… Hänsel und Gretel haben nur einen Wunsch: ein neuer Kühlschrank soll her. Also ab in den Elektrofachhandel. Einfaches Problem, schnelle Lösung. Im Laden zeigt sich beispielhaft, wie wir heute einkaufen – und gleichzeitig wie wir in Zukunft einkaufen werden. Oder glauben Sie etwa, dass sich die beiden vorher nicht bereits online informiert haben?

Bleiben wir zunächst bei Hänsel und Gretel im Elektrofachgeschäft des Vertrauens. Was wollen sie dort? Schon heute wäre ein Kühlschrank mit wenigen Klicks online gekauft und Informationen gibt es im Internet auch reichlich. Doch vielleicht gehört unser fiktives Paar zu den Menschen, die beim Shopping Wert auf persönliche Beratung legen. Das nämlich ist der der letzte große Vorteil, den wir mit dem stationären Handel verknüpfen. Wie der Artikel von t3n aus unserem GOOSsip Newsletter vergangener Woche zeigt, werden in den nächsten fünf Jahren neue Trends unser Shopping-Erlebnis weiter umkrempeln. Erste Anzeichen davon merken wir bereits heute: Wir informieren uns vor dem Einkauf online, gehen dann in das Geschäft oder kaufen direkt online ein – sogar unseren Lebensmitteileinkauf erledigen wir im Internet.

Der E-Commerce bereitet dem einen oder anderen Händler Kopfzerbrechen. Wie soll man die Leute ins Geschäft locken, wenn fast alles online erhältlich ist? Wenn man dann noch liest, dass die Onlinehändler ihre Beratungskonzepte in den nächsten Jahren ausbauen werden, ist vielleicht auch der letzte Vorteil des stationären Handels verloren. Doch es gibt Entwarnung. Wir – die Konsumenten – haben uns laut des Artikels von t3n bereits entschieden: Für uns geht das eine nicht ohne das andere. Wir wollen beides. Online und offline. Ein Trend wird also auch sein, dass sich beides mehr miteinander verknüpft und ergänzt. Ihr zukünftiges Shopping-Erlebnis kann dann zum Beispiel so aussehen: Sie gehen in einen Store, in dem gar nicht mehr alle Produkte vorhanden sind, sondern in dem das stationäre Sortiment mit dem online Sortiment komplettiert wird – beispielsweise über ein Tablet, mit dem Sie dann gleichzeitig Ihre Bestellung aufgeben und sich Ihre Waren nach Hause liefern lassen. Davon profitieren Händler und Konsumenten: Die Händler sparen Raumkapazitäten ein und der Kunde bekommt seine Lieferung bequem nach Hause – hat die Produkte aber bereits „live“ gesehen.

Beratungsintensive Konsumgüter

Der Ausblick in unsere Shopping-Zukunft zeigt außerdem, dass Beratung nach wie vor wichtig ist. Das heißt auch, dass wir für Waren, bei denen wir eine kompetente Beratung wünschen, auch weiterhin in die Stadt gehen. Ein Beispiel für beratungsintensive Produkte sind alle Güter rund um die Küche. Doch auch hier werden Küchenstudios vor der Problematik stehen, die Beratungssuchenden in ihre Geschäfte zu locken. Denn ein neuer Herd ist samt Montageservice schnell online bestellt. Vielleicht kann es für Küchenstudios der richtige Weg sein, weniger auf Ausstellungsgeräte und -küchen zu setzen, sondern mehr auf erlebnisintensive Innovationen, wie die digitale Planung. Einige sind schon dabei und planen für ihre Kunden die Küche bereits mit Unterstützung von 3D-Animationen oder einer VR-Brille. An diesem Punkt muss weiter angesetzt werden: Einkaufen – egal in welcher Form und welches Produkt – muss zum Erlebnis werden. Wie wir in Zukunft einkaufen, hängt auch damit zusammen wir in Zukunft kommunizieren. Und das wird noch mehr über Social Media geschehen. Für Hänsel und Gretel heißt das übrigens, nach dem Beratungsgespräch den Kühlschrank im Store kaufen, nach Hause liefern lassen und darüber zu sprechen – online versteht sich.

Wir wünschen Ihnen einen guten Start in die Woche und viel Spaß beim Shoppen – offline wie online! 

Ihr Team von GOOS COMMUNICATION