KW 22: Augmented Reality für mehr Vorstellungskraft

Wie gut ist Ihre Vorstellungskraft? Eher schlecht? Dafür gibt es eine Lösung: die Augmented Reality, kurz AR oder auf Deutsch „erweiterte Realität“. Diese kann beim Kauf im Internet unterstützen – und zeigen, wie digitale Technik beim Online-Shoppen Zuhause auf dem Sofa den Kauf des neuen Sofas erleichtern kann. Ein deutlicher Vorteil für die Möbelbranche, für Sie und für die nächsten Einkäufe von Max, der das gerne vorher gewusst hätte.

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Online Schuhe shoppen können die meisten recht gut – für das ein oder andere Konto sogar zu gut. Aber wenn es um Möbel geht, dann braucht es etwas mehr als nur das Wissen um die eigene Schuhgröße. Dabei geht es um gutes Vorstellungsvermögen, um räumliche Wahrnehmung, um das richtige (Augen)maß. Nicht jeder kann sich gut vorstellen, wie Gegenstände im Raum wirken. Besonders nicht, wenn diese Gegenstände eine gewisse Größe erreichen. Gerade in puncto Möbel-Online-Kauf ist das ein Problem – was unser fiktiver Freund Max am eigenen Leib erfahren musste. Dieser Max also bestellt online ein Sofa, sein Bruder Moritz kommt zu Besuch und der muss schließlich irgendwo sitzen. Farbe, Größe sollte alles passen. Weil die Lieferung unbedingt an einem Dienstag erfolgt, nimmt sich Max extra einen Tag Urlaub. Er freut sich wie ein Schneekönig, als es an der Tür klingelt und zwei freundliche Transportmitarbeiter die einzelnen Teile seines neuen Modulsofas bis nach oben in den fünften Stock tragen – und sich selbst danach noch genauso freundlich wieder verabschieden. Warum die beiden dabei so grinsen? Tja, die Transportmitarbeiter verfügen scheinbar über eine bessere Vorstellungskraft als unser Max. Das Sofa passt farblich zwar perfekt zur neuen Wandfarbe, aber egal, wie Max die Modulcouch auch aufbaut und umstellt – das Sofa ist zu groß oder der Raum zu klein. Um Menschen wie Max vor genau diese Art von Enttäuschungen zu bewahren, gibt es die Augmented Reality. Über eine neue App, die diese Form der computergesteuerten Bewusstseinserweiterung nutzt, berichtete letzte Woche der Artikel der Welt. Jetzt empören Sie sich natürlich zu Recht: „Das ist doch nicht neu. Warum wusste Max nichts davon?“ Tja, wir sind unschuldig: Bereits im vergangen Jahr haben wir das Pokemon Go für Möbelkäufer thematisiert. Zu diesem Zeitpunkt war Ikea mal wieder Vorreiter. Das Unternehmen hatte seine neue App auf den Markt gebracht hat. Eine App mit der man die berühmten Ikea-Produkte direkt Zuhause in seiner Wohnung platzieren kann. Hätte Max mal lieber damals schon unseren Blog gelesen …

 Nicht neu, aber mehr

 Was hat sich von unserem Blogbeitrag damals bis heute getan, sodass wir wieder über das Thema berichten? Eine Revolution hat nicht stattgefunden. Es geht eher um Marktdurchsetzung: Die Welt stellt in ihrem Artikel fest, dass immer mehr Unternehmen der Möbelbranche auf die Technologie setzen – ganz gleich, ob groß oder klein. Gleichzeitig würden die Apps auch weiterentwickelt, sodass man zum Beispiel per Screenshot seine Familie, Freunde oder Community abstimmen lassen kann. Trotz erweiterter Realität wird der Offline-Möbelhandel nicht abgelöst. Auch dieses Resümee zieht der Artikel. Wie wir bereits bei der Diskussion um Online- und Offline-Handel Anfang des Jahres festgestellt haben, wird es um einen Mix aus beidem gehen. Wer möchte, lässt sich weiter von seinem Möbelfachmann aus Fleisch und Blut beraten. Wer dazu keine Zeit oder Lust hat, nutzt das Netz. Und dadurch werden solche Fehltritte wie der von Max mehr und mehr die Ausnahme sein.

Wir wünschen Ihnen eine schöne Woche – mit oder ohne erweiterte Realität und mit vielen realen Freunden!Ihr Team von GOOS COMMUNICATION