KW 25: Die Zukunft von Print

Wer aus der Werbung kommt, wäre nicht gut beraten, wenn er das Ende der Printwerbung verkündete

 Foto: Fotolia.com/Frederico Rostagno

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Diese Disziplin macht schließlich immer noch einen guten Teil der Branchenumsätze aus. Das liegt auch daran, dass die Titel-Vielfalt am Zeitungskiosk zu- statt abgenommen hat – auch wenn die Auflagen schon länger am Sinken sind. Auf diesen interessanten Aspekt weist Ralf Zilligen von McCann in seinen „5 Thesen zur Zukunft gedruckter Werbung“ hin. Print wird weiterhin existieren, Print-Werbung auch. Wie sie aussehen muss, um erfolgreich zu sein, beschreibt Zilligen in seinem lesenswerten Artikel. Die Fragmentierung der Medienlandschaft sieht er dabei als Chance:

Leser widmen sich dem gedruckten Spezialthema mit höherer Aufmerksamkeit als den Online-Medien.

Und es gibt noch einen weiteren Vorteil: Wer einen Print-Titel gekauft hat, wird mit ziemlicher Sicherheit wissen, was er da in den Händen hält. Das ist im Internet anders: Hier überholen Soziale Netzwerke die Zeitung als Nachrichtenquelle. Und obwohl auch bei Facebook, Twitter & Co. die meisten News aus den klassischen Medien kommen, werden diese Marken kaum mehr wahrgenommen. Da müssen die Qualitätsquellen gegensteuern, wenn sie nicht nur anonyme Contentlieferanten sein wollen. Für den Medientheoretiker Marshall McLuhan ist ein Aspekt von Medienrevolutionen, dass sie die Grundeigenschaften alter Medien klarer zu Bewusstsein bringen. Genau das passiert mit Artikeln wie dem von Ralf Zilligen – und auch, wenn die Fragmentierung der Medienlandschaft den Printmedien zusetzt, verschwinden werden sie auf absehbare Zeit sicherlich nicht.

Wir wünschen Ihnen eine mediale Woche!
Ihr Team von GOOS COMMUNICATION