KW 30: Goodbye and Hello!

Nein, im heutigen Blogbeitrag geht es nicht um die Beatles, Fury in the Slaughterhouse oder Tim Buckley, wie die Überschrift vielleicht vermuten lässt. Eher geht es um Altes und Neues, um Abschiednehmen und Hallo sagen, sowohl in analogen als auch in digitalen Branchen.

Abschied nehmen ist immer schwer, aber nur dadurch kann man auch wieder neue Wege gehen. Wir verabschieden uns heute nicht von etwas Lebenswichtigem, aber ein bisschen traurig wird es schon, wenn nach dem nächsten Windows 10 Update das Ende der Paint-Ära eingeläutet wird. Das Grafikprogramm gehört seit 1985 einfach zu Windows dazu. Auch wenn nicht jeder begeistert ist von dem Programm, hatten wohl die meisten schon mal damit zu tun. Es ist sogar eine Paint-Fangemeinden entstanden, zu der auch wir ein klitzekleines Bisschen gehören. Denn auch Zeiten von Social Media und Instagram – Bildbearbeitung in Paint hat seinen ganz eigenen Charme. Wir stellen uns schon mal auf das „Goodbye“ ein. Aber Kopf hoch! Es entstehen zum Glück immer wieder neue Dinge auf dem Digital- und Online-Markt. Wie zum Beispiel der Facebook Marketplace; den virtuellen Flohmarkt kann man bereits seit letztem Herbst in Australien, Großbritannien, Neuseeland und den USA nutzen. Bei uns in Deutschland heißt es ab Mitte August „Hello“ auf Facebook, dann soll der Ebay-Konkurrent auch hier starten. Statt zu seinen alten Möbel „Goodbye“, kann man auch „Hello again“ sagen. Auf dieser Grundlage basiert das Trendthema Upcycling. Die beiden Designer Christoph Tettenborn und Yena Young, Gründer von OffCut Berlin, haben ihre Küche aus wiederverwertetem Holz selber zusammengebaut. Hier sieht man, was man aus alten Sachen gewinnen und erschaffen kann - statt sie möglicherweise zu verkaufen.

Pleite und Totalschaden

„Niemand kann garantieren, dass in dem neuen Spiel nicht die alten Helden weiterhin den Ton vorgeben“, schreibt die FAZ zum Thema Kartellvorwürfe an der Autobranche. Ein treffender Satz, wie wir finden. Was gerade wo und wie in der Autoindustrie passiert - da blickt kaum noch einer so richtig durch. Eins ist klar: Nach und nach sagen die deutschen Autofirmen leise aber bestimmt: „Hello, hier bin ich.“ und zeigen sich selbst an. Wie aber sieht die nahe Zukunft der Automobilbranche wohl aus? Vorhersagen kann man nichts, nur erahnen. Momentan sieht es eher mitteloptimal aus. Dieselfahrzeuge fahren immer schneller auf ihren absoluten Tiefpunkt zu und wir wissen nicht so recht, welcher Skandal sich hinter der nächsten Kurve versteckt. Das schimmernde Licht am Horizont sind die Scheinwerfer der Elektroautos, diese werden den Automarkt ganz sicher umkrempeln. Wir hoffen jedenfalls, dass der „Stolz der Deutschen“, wie die FAZ die Automobilindustrie beschreibt, sich retten wird, und wir auf einen Totalschaden und ein „Goodbye“ verzichten können. Das „Goodbye“ müssen wir aber leider, leider gegenüber Alno ausrufen, nun hat auch noch die Tochtermarke Pino Insolvenz angemeldet. Vielleicht schadet es nicht, wenn wir alle uns einmal die sechs Trends im Handel ansehen, die die internetworld zusammengestellt hat. Sehr Spannend finden wir den Trend 3: Der stationäre Handel wird bleiben, die Geschäfte werden sich aber mehr zu Showrooms entwickeln.

Wir wünschen Ihnen eine Woche mit mehr „Hellos“ als „Goodbyes“,
Ihr Team von GOOS COMMUNICATION