KW 4: Neue Küchen und ihre Wirkung

Die imm cologne ist nun zwei Wochen her und verschiedenste Artikel berichten uns, was 2017 angesagt ist. Heute blicken wir auf die Trends der Küchenbranche. So viel lässt sich sagen: Die Küchen bleiben überwiegend weiß und das Budget für Neuerungen in der Küche wächst.

 Gesundes auf der LivingKitchen

Gesundes auf der LivingKitchen

Houzz hat mit seiner Küchenstudie 2017 viele interessante Fakten auf den Tisch gebracht. Laut der Studie gibt es verschiedene Anlässe, eine neue Küche zu kaufen oder die vorhandene Küche zu renovieren: Ein neu erworbenes Zuhause zählt dazu. Oder veraltete Küchen, die nicht mehr dem Geschmack entsprechen. So weit, so klar. Doch auch der Wunsch nach einem gesünderen Leben und mehr Zeit für die Familie sind Gründe für den Weg ins Küchenstudio. Doch kann eine neue Küche tatsächlich zu einem gesünderen Leben führen?

Die Küche von heute: gesund, einzigartig, offen

Die etwa 1.000 von Houzz befragten deutschen Wohnungs- und Hauseigentümer liefern uns eine interessante Antwort. Knapp ein Viertel gab an, nach der Erneuerung der Küche einen gesünderen Lebensstil zu haben – weniger Bestellungen beim Lieferservice und häufigeres Kochen zu Hause belegen dies. Auch wird von den Befragten mehr Obst und Gemüse gegessen. Für mehr Zeit mit der Familie sorgt die Tatsache, dass die Mahlzeiten durch eine neue Küche häufiger gemeinsam am Esstisch eingenommen werden. Nicht nur die Sehnsucht nach einer Veränderung der Lebensweise wird durch eine neue Küche erfüllt, auch der Wunsch nach etwas Neuem. Oftmals entscheiden sich die Käufer dann für einen anderen Stil der Küche. Favorisiert wird dabei der moderne oder der skandinavische Look, aber auch Landausküchen verlieren (noch) nicht an Beliebtheit. Mehr als zwei Drittel der ausgewählten Küchen werden individuell angefertigt, um den eigenen Stil widerzuspiegeln, um vorhanden Platz bestmöglich zu nutzen und den Trend zu offenen Räumen mitgehen zu können. Dabei liegt die klassische Farbe Weiß immer noch weit vorne – gefolgt von Grau, Schwarz und Beige sowie natürlichen Holztönen. Die Studie zeigt auch, dass für eine Erneuerung der Küche in Deutschland nicht an Budget gespart wird – 39 Prozent gaben 2016 zwischen 10.000 und 25.000 Euro für ihr Küchenprojekt aus und jeder fünfte Hausbesitzer sogar mehr als 25.000 Euro.

Eine bodenständige Küchenstudie, wie wir finden. Sie zeigt, was der Markt wirklich will. Sie zeigt, welche Consumer-Insights die Menschen dazu bewegen, in neue Küchen zu investieren. Damit steht sie in einem interessanten Kontrast zu einigen journalistischen Einschätzungen zur LivingKitchen. Mangelnde Innovation wurde den Herstellern darin vorgeworfen. Im Vergleich zu den Interessen der Konsumenten zeigt sich aber: Ein Raum wie die Küche muss gar nicht jedes Jahr neu erfunden werden. Eine Küche ist eine Investition für mehrere Jahre – und das, was die Küchenhersteller in Köln gezeigt haben, deckt viel von dem ab, was sich die Kunden für diese Investition wünschen. Trotzdem war natürlich auch diese LivingKitchen nicht frei von Trends: Was uns auf der imm cologne und der Living Kitchen in diesem Jahr aufgefallen ist, haben wir in einem Trendreport zusammengefasst, der ab Mittwoch auf unserer Homepage für Sie bereit steht. Über Facebook und Instagram haben wir bereits seit letzter Woche Impressionen verschiedener Trends für Sie veröffentlicht.

Mensch vs. Maschine: Wohin driftet die Arbeitswelt?

Auch außerhalb der Küchenwelt war in der letzten Woche einiges los (und wir reden hier noch nicht einmal von Politik). Ein vieldiskutiertes Thema der letzten Wochen und Monate ist die Zukunft der menschlichen Arbeit. Das öffentlich-rechtliche Fernsehen hatte im Herbst 2016 eine Themenwoche im Programm – und immer noch kann das dazu entwickelte Online-Tool „Job-Futuromat“ abgerufen werden. Der Job-Futuromat beantwortet die Frage, ob die eigene Tätigkeit in der Zukunft von künstlicher Intelligenz übernommen werden kann. Das geht tatsächlich in sehr vielen Fällen. In der Fabrikation ist es schon heute Realität, aber auch die Jobs von Sachbearbeitern oder Hotline-Mitarbeitern könnte zukünftig der strombetriebene Kollege übernehmen. Hinter dem Job-Futuromat steckt ein recht einfacher Algorithmus: Er gleicht die Anforderungen von bestimmten Jobprofilen mit den Fähigkeiten von Robotern ab.

Diese Woche verlinkten wir auf einen spannenden Artikel aus dem Manager Magazin, in dem es darum geht, wo die Grenzen künstlicher Intelligenz liegen: Arbeitnehmer müssten „verstärkt emotionale Fähigkeiten einbringen: Koordination, Interpretation und Mut zu Entscheidungen werden wichtiger und justieren das Verhältnis von Mensch und Maschine neu“. Die Autoren sehen die Arbeitswelt am Scheideweg: Entweder geht es weiter in Richtung einer „technikzentrierten Komplementarität“, bei der wir auf Fähigkeiten reduziert werden, die noch nicht automatisierbar seien. Wir ordnen uns also der Maschine unter. Oder es kommt die „menschenzentrierte Komplementarität“: Wir bleiben die „gestaltende Autorität“, unser Handeln und unsere Fähigkeiten würden „durch smarte Tools also eher noch aufgewertet“. Da fällt die Wahl nicht schwer, oder? Zeigen wir also alle gemeinsam den Maschinen, wie der Hase läuft.

Wir wünschen Ihnen eine gestaltende Woche!
Ihr Team von GOOS COMMUNICATION