KW 42: Vertrauen – harte Arbeit, große Chance!

Warum Vertrauen Möglichkeiten eröffnet und diese auch genutzt werden sollten.

 Quelle: unsplash, Photo by Alejandro Escamilla

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Nur 50 Prozent der Deutschen vertrauen Zeitungen, Onlinemedien, TV-Sendern und Verlagen – das ergab eine Studie der GfK. Jeder zweite Deutsche ist also den Medien gegenüber misstrauisch, während das Vertrauen in Airlines, Hausgeräte und Unterhaltungselektronik mit jeweils 74 Prozent sehr gut abschneidet. Dieselbe Umfrage ergab bei Medienschaffenden ein anderes Bild: Mit 60 Prozent liegt der Vertrauenswert gegenüber den Medien höher als in der allgemeinen Bevölkerung. Das ist gar nicht so viel mehr. Die Leiterin der Mitarbeiterforschung bei GfK, Frau Feinstein, sagt der Horizont hierzu, dass das Vertrauen der Mitarbeiter in ihre Branche auf oftmals langjähriger Erfahrung in diesem Bereich beruht und die Meinung von Außenstehenden durch gelegentliche Kontakte entstehen. Dieses Ergebnis finden wir spannend und zugleich alarmierend – die Medienlandschaft sollte es schaffen, mehr Vertrauen in der Bevölkerung aufzubauen. Denn Zeitungen und Co. sind unsere Hauptinformationsquellen – und auf die sollte man sich verlassen können. Hinsichtlich Marken und Unternehmen zeigt uns diese Studie aber auch: Wenn Firmen zum Großteil vieles richtig machen, in ihrem Auftreten, in ihrer Funktion und in ihrer Kommunikation, dann werden sie mit dem Vertrauen der Menschen, ihrer Zielgruppen also, belohnt.

Vertrauen für Kritik und Fortschritt

Belohnt werden auch diejenigen Unternehmen und Marken, die in der Service-Manufaktur Josephs in der Nürnberger Innenstadt ihre unfertigen Produkte öffentlich präsentieren. Dabei werden sie jedoch nicht mit Vertrauen von Seiten der Kunden belohnt, sondern dafür, dass sie selber Vertrauen in die Menschen stecken: Passanten, die in das Mitmachlabor kommen, können dort Prototypen verschiedenster Produktrichtungen testen und Kritik üben. Vorschläge, Ideen und Änderungen werden von den Firmen dankend angenommen und es wird versucht diese in die weitere Entwicklung mit einzubeziehen und umzusetzen. Der Endkunde ist schließlich derjenige, auf den es ankommt – er benutzt am Ende das Produkt und soll es als zuverlässig und vertrauensvoll ansehen. Dieses Konzept der Service-Manufaktur Josephs ist bisher weltweit einmalig und verspricht einiges. Auch unser Kunde Vauth-Sagel hat mit seinem neuen Showroom ein ähnliches Konzept ins Leben gerufen, bei dem der regelmäßige Austausch mit Journalisten, Designern, Möbelherstellern und Endkunden gesucht wird. Dialog ist wichtig, nicht nur für Medien, sondern auch für die Hersteller-, Möbel- und Zuliefererbranche. Denn Dialog schafft Vertrauen und Vertrauen schafft Erfolg. Vertrauen muss aber oft erst erarbeitet werden, man muss über den eigenen Schatten springen und offen sein für Neues.

Wir wünschen Ihnen eine vertrauensvolle Woche!
Ihr Team von GOOS COMMUNICATION