„Möbelvisionen“: Herbstevent des servicepoint A30 wieder ein voller Erfolg

Neue Netzwerkpartner, spannende Impulse

 Gastgeberin Katrin de Louw (rechts) mit den Referenten Oona Horx-Strathern (Zukunftsinstitut) und Hannes Bäuerle (raumPROBE)

Gastgeberin Katrin de Louw (rechts) mit den Referenten Oona Horx-Strathern (Zukunftsinstitut) und Hannes Bäuerle (raumPROBE)

November 2017. Zum 11. Mal veranstaltete servicepoint A30 sein Herbstevent „Möbelvisionen“. Am 16. November 2017 drehte sich im ostwestfälischen Bünde alles um Materialtrends und darum, wie die Zuliefererbranche Innovationen in der Möbelindustrie vorantreibt. Mit rund 130 Besuchern erreichte das Event auch im Herbst 2017 nahezu seine Kapazitätsgrenze - und bot einmal mehr, mitten im Herzen der deutschen Möbelindustrie, eine ausgewogene Balance aus Information und Dialog mit hochkarätigen Gästen wie der Trendforscherin Oona Horx-Strathern.

„Es hat uns erneut sehr viel Freude bereitet, an dem Trendfilter Möbelvisionen im servicepoint A30 teilzunehmen“, sagt Heidrun Brinkmeyer, die Geschäftsführerin Marketing und Vertrieb von Ballerina Küchen. „Wie immer waren die Vorträge sehr informativ, praxisbezogen und zukunftsweisend.“ Neben informativen Präsentationen stand auch bei den 11. „Möbelvisionen“ der Austausch, das Netzwerken im Fokus. Für die Initiatorin des servicepoint A30, der Innenarchitektin und Trendexpertin Katrin de Louw, gehört diese Mischung generell zu den zentralen Erfolgsfaktoren des Events: „Wir wollen die Akteure der Branche zusammenbringen, damit Ideen zirkulieren und Kooperationen eingegangen werden können und daraus Neues entstehen kann.“ Der Netzwerkgedanke, spannende Themen und hochkarätige Gäste: Aus diesen drei Säulen setzte sich auch das diesjährige Herbstevent der „Möbelvisionen“ zusammen.

Eingeleitet wurde die „Möbelvisionen“ von der Initiatorin selbst. Katrin de Louw erläuterte ihre Vorstellung von dem servicepoint A30: Man wolle Zuliefererunternehmen eine Plattform bieten, den Dialog vorantreiben, mit einer dichteren Taktung an Events wie „Möbelvisionen“ oder der neuen Tagungsreihe „Kurzer Prozess“ Aufmerksamkeit erzeugen und damit die Entwicklung neuer Trends vorantreiben. Der Netzwerkcharakter solle zukünftig noch stärker ausgeprägt werden - außerdem solle neben Materialtrends auch Technik eine feste Größe werden.

Ein Standort im Herzen der Möbelindustrie

Dass diese Vorstellungen bereits in die Tat umgesetzt werden, zeigte sich bei den beiden neuesten Netzwerkpartnern, die sich im Anschluss an die Begrüßung vorstellten. Mit LINAK ist ein neuer Technologie-Entwickler an Bord gekommen. Das Unternehmen gehört zu den Weltmarktführern für lineare Antriebssysteme, die zum Beispiel in Krankenhausbetten oder höhenverstellbaren Arbeitsplatten zum Einsatz kommen. Für Christoph Messing, Vertriebsleiter bei LINAK, ist der servicepoint A30 eine ideale Plattform: „Wir haben uns die Veranstaltung vor einem halben Jahr angeschaut und den servicepoint A30 als das für uns passende Format identifiziert.“ Man suche gezielt nach Trends und Partnerschaften - und dafür sei der servicepoint A30 ideal. Dass die Plattform sich zur zentralen Anlaufstelle in Ostwestfalen entwickelt hat, ist auch der Grund für das Unternehmen europlac, zu einem dauerhaften Partner zu werden. Der Spezialist für Edelholzwerkstoffe, der als einer der Designführer gilt, sitzt am Bodensee und begrüßt dort regelmäßig Architekten und Designer, die sich von den europlac-Oberflächen inspirieren lassen wollen. „Jetzt haben wir einen Standort im Herzen der Möbelindustrie und können damit unseren Adressatenkreis vergrößern bzw. unsere Präsenz bei den Kunden der deutschen Möbelindustrie vereinfachen“, sagt Axel Dreckschmidt, der den Vertrieb der europlac-Produkte in Norddeutschland verantwortet.

Nach dieser Einleitung, die die erfreuliche Entwicklung des servicepoint A30 dokumentierte, ging es los mit dem Vortragsteil: Den Anfang machen die beiden Juristen Dr. Bernhard Pfleiderer und Dr. Alexander Gonzáles, die anschaulich und praxisorientiert das Thema „Patente, Gebrauchsmuster und Designschutz“ erläuterten. Anschaulichkeit meint in diesem Fall, dass jede abstrakte Rechtsvorschrift anhand eines konkreten Beispiels erläutert wurde. So richtete sich der Vortrag auch an Menschen, die sich nicht täglich mit diesem Thema beschäftigen, doch gleichzeitig konnten auch Experten den einen oder anderen interessanten Punkt mitnehmen. Bernhard Pfleiderer schloss seinen Vortrag mit dem Hinweis auf eine Anekdote aus dem Leben von Artur Fischer, den legendären Erfinder, der mit über 1.100 Patenten und Gebrauchsmustern zu den erfolgreichsten Ideengebern der Welt gehört. Den Synchronblitz erfand er, nachdem eine Fotografin sich wegen Brandgefahr geweigert hatte, in seiner Wohnung zu fotografieren. Er wurde auf der photokina 1950 ausgestellt und war ein Riesenerfolg: „Sie können immer selbst zum Erfinder werden, wenn Sie das Foto nicht draußen machen, sondern drinnen wie Artur.“

Das Haus der Zukunft

Eine Aufforderung zur Kreativität, die dem nächsten Vortragenden gefallen haben dürfte: Hannes Bäuerle ist Gründer und Inhaber von raumPROBE, einem Portal für innovative Materialien, das den materialPreis auslobt. Im jährlichen Wechsel werden Materialinnovationen und deren praktische Verwendung ausgezeichnet. In seinem Vortrag stellte Hannes Bäuerle die letzten Preisträger vor, die ein breites Spektrum abdeckten. In der Anwendung ging es von der Herzklinik über den Hausbau in Namibia bis hin zu einer Aktivhaussiedlung, die als Flüchtlingsunterkunft dient.

Sein Fazit lautete: „Neue Materialien sind oftmals der Schlüssel für neue Trends“ - was wiederum eine perfekte Überleitung zum letzten Beitrag bildete: Oona Horx-Strathern ist Zukunftsforscherin und Trendspezialistin beim Zukunftsinstitut Frankfurt. In einem sehr persönlichen Vortrag erläuterte sie die Zukunft des Wohnens und die Macht der Megatrends. Dass es persönlich würde, machte sie gleich zu Anfang klar: „Ich rede heute nicht nur über Theorie, sondern auch über die Praxis.“ Ihr Vortrag basiere auf eigenen Erfahrungen: Gemeinsam mit ihrem Mann Matthias Horx habe sie vor acht Jahren ein Haus geplant. Ihr Anliegen sei gewesen, ein Zukunftshaus zu bauen. Anhand dieser Erlebnisse griff sie Stichworte wie Co-Living (statt Co-Isolation), Micro-Wohnen, Konnektivität oder Mindful Living auf - ohne dabei abstrakte Worthülsen zu nutzen, sondern gespickt mit konkreten Beispielen und dicht an ihren individuellen Erfahrungen.

Mit diesem inspirierenden Beitrag fand das Herbstevent der „Möbelvisionen“ einen würdigen Abschluss und zeigte erneut, wie viel Wert die Veranstalterinnen auf die Qualität der Vorträge legen. Sie spannten einen Bogen von Recht bis zur Zukunft und beleuchteten die Themen Design und Technik aus unterschiedlichsten Blickwinkeln. Selbstverständlich gab es zwischen den Vorträgen ausreichend Möglichkeit zum informellen Austausch. Und in den Kojen der stilvoll gestalteten Fabrikhalle konnten sich die Besucher über die Aktivitäten und Produkte der Netzwerkpartner informieren.

Am 8. März 2018 findet das nächste Event statt: Zum zweiten Mal rückt der servicepoint A30 dann auf der Tagung „Kurzer Prozess“ technische Themen in den Fokus.