REHAU Kantensymposium 2018

Im Fokus: die neuesten Entwicklungen der Bekantungstechnik

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Für Anwender und Industrie ist es ein fester Termin des Jahres: Das Kantensymposium, das REHAU jährlich im Wechsel mit den Maschinenherstellern IMA und HOMAG veranstaltet. Am 9. Februar stand nun das 27. Event der Veranstaltungsreihe auf dem Kalender. In den Räumen von IMA im ostwestfälischen Lübbecke wurden die neuesten Entwicklungen der Bekantungstechnologie gezeigt – und wie in jedem Jahr um Praxispräsentationen ergänzt. Auch diesmal war es diese Mischung aus Praxis und Theorie, die das Kantensymposium so erfolgreich machte.

Die Industriekunden im Fokus

Im jährlichen Turnus wechselt das Kantensymposium von REHAU zwischen Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg – zwischen der IMA Klessmann GmbH in Lübbecke und der HOMAG AG in Schopfloch. In diesem Jahr stellte die IMA Räumlichkeiten und Know-how zur Verfügung und sorgte mit den anderen Beteiligten dafür, dass die Veranstaltung wieder ein voller Erfolg wurde: Über 150 Besucher aus mehr als 15 Ländern fanden ihren Weg nach Lübbecke, um sich über die neuesten Trends der Kantentechnologie zu informieren.

Ein Tag im Zeichen der Kante

Die Besucher erwarteten in diesem Jahr wieder zahlreiche anschauliche Vorführungen am Vormittag: Wie schon im letzten Jahr stand auch 2018 die Nullfugentechnik im Vordergrund. Gezeigt wurden Verarbeitungs- und Anwendungsmöglichkeiten für das Kantensortiment RAUKANTEX und die polymeren Oberflächen der RAUVISIO-Kollektion. Nach dem praktischen Teil und einem Ortswechsel in das Lokal Barre’s Brauwelt folgten verschiedene Fachvorträge zu diversen Themen rund um die Kante. Inhaltlich bot das Symposium auch in diesem Jahr eine umfassende und informative Mischung: REHAU stellte die aktuellen Designtrends und Anwendungsbereiche für polymere Oberflächen vor, darunter zum Beispiel RAUVISIO crystal, ein Glaslaminat, das die Vorzüge von Glas mit den Verarbeitungsvorteilen polymerer Materialien verbindet. Matthias Hacker, Techniker im Team Surface SF bei REHAU, präsentierte in seinem Vortrag die Neuheiten rund um das Kantenprogramm RAUKANTEX, das im letzten Jahr um zwei Funktionsschichten für die Nullfugenbekantung erweitert wurde: RAUKANTEX OMR für hohe Anforderungen hinsichtlich der Feuchtigkeit und eine neue Funktionsschicht, die die Nullfuge auch für Türbekantungen möglich macht – und damit eine neue Qualitätsstufe erklimmt. Letzteres war auch Thema im Vortrag zur Nullfuge in der Kommunikation. Darin erläuterte Matthias Haasler, Leiter Produktmanagement Surface bei REHAU, wie die Nullfuge zum Verkaufsargument werden kann: „Wir wissen natürlich, dass die Vorteile der Nullfuge erklärt werden müssen“, erläuterte Matthias Haasler. „Aber die Frontenbeschaffenheit und Kantenverarbeitung sind im Verkaufsgespräch mit den Endkunden fast immer Thema. Hier besteht also durchaus die Chance, die funktionalen wie optischen Vorteile der Nullfuge vernünftig zu kommunizieren und den Endkunden zu überzeugen.“

IMA Klessmann zeigt Möglichkeiten des IoT

Für die Industriekunden besonders interessant war auch der Vortrag von Gastgeber IMA Klessmann. Er widmete sich den Möglichkeiten des IoT (also des „Internets der Dinge“) für die Bekantungstechnik: RFID-Chips und der Einsatz von Wärmebildkameras, so erläuterte Thomas Hampel von IMA Klessmann, könnten die Prozesssicherheit in der Produktion erhöhen und die Effizienz erheblich steigern. Neben den Spezialisten von IMA Klessmann und REHAU waren auch in diesem Jahr Gastredner geladen, die den Horizont der Zuhörer noch erweiterten: Dr.-Ing. Jürgen Graef von Leitz referierte über produktive Plattenbearbeitung durch intelligente Werkzeug- und Prozessauslegung. Und mit Höcker Polytechnik stellt sich ein Unternehmen vor, das mit effizienten Lösungen die Abfälle, die im Bekantungsprozess anfallen, verarbeitet.

Für die Einladung und Durchführung des Kantensymposiums zeichnete auch in diesem Jahr Dr. Uwe Krämer, Leiter Technics Surface SF bei REHAU, verantwortlich und er blickt auf ein erfolgreiches Event zurück. „Nach einem Tag mit spannenden praktischen Vorführungen und interessanten Vorträgen habe ich am Abend sehr viele positive Gespräche geführt. Für das Spezialthema Kante gibt es keine vergleichbare Veranstaltung. Jedes Jahr gewinnen wir dem Thema neue Aspekte ab und zeigen der Möbelindustrie Möglichkeiten auf, wie sie ihre Arbeit effizienter gestalten und Qualitätsunterschiede zum Wettbewerb nutzen können. Das macht das Kantensymposium so erfolgreich.“