KW 25: Der Fehler - ein teurer Evolutionstreiber

Im Gegensatz zu früher hat der Fehler heute einen recht guten Ruf. „Ohne Fehler keine Evolution“, heißt es und jedes Unternehmen – auch wir – fördert dementsprechend die Fehlerkultur. Doch der positive Fehler, ohne den keine Entwicklung stattfinden würde, hat auch eine Kehrseite. Und die kann richtig teuer werden.

„Wie dämlich! Wir hätten die Maschinen übernehmen sollen, selbst wenn wir zu diesem Zeitpunkt keinen Bedarf hatten.“ Kurt Stürken, geschäftsführender Gesellschafter des Leuchtturm Albenverlags, geht hart mit sich ins Gericht. Sein Unternehmen produzierte Briefmarken-Einsteckbücher, die zwar in großen Mengen über den Ladentisch gingen, aber eine niedrige Marge hatten. Viele Konkurrenten gaben aus diesem Grund auf – und Kurt Stürken bekam eines Tages „(…) Spezialmaschinen für Einsteckbücher angeboten – aus dem Bestand einer insolventen Firma (…)“. Er lehnte ab. Zu teuer. Ein Fehler! Die Maschinen gingen an die Konkurrenz. Die konnte ihre Preise senken. Stürken musste seine Preise senken. Ein Preiskampf entstand, den Stürken durch eine langfristige Investition leicht hätte vermeiden können. Diese Geschichte über einen Fehler, der ein Unternehmen Millionen kostete, war einer unserer Newsletter-Links der letzte Woche. Das Unternehmermagazin impulse, in dem Kurt Stürkens Fehlerbeichte erschien, hat einen ganzen Band mit solchen Stories herausgebracht. „Mein größter Fehler“ heißt er und vereinigt gleich zwei Verdienste: Er befriedigt das allzu menschliche Bedürfnis nach Schadenfreude und hilft gleichzeitig bei der Fehlervermeidung.

Wobei: Manch eine Entscheidung wird erst im Nachhinein zum Fehler. Als unsere Vorfahren zum ersten Mal den Fliegenpilz probierten, stellten sie ziemlich schnell fest, dass dies ein Fehler war. Beim Champignon wiederum war die gleiche Entscheidung (Probieren eines Pilzes zwecks Nahrungsaufnahme) ein echter Evolutionsgewinn. Was kann mal also tun, um kostspielige Fehler zu vermeiden? Lesen, sich fortbilden, Entwicklungen antizipieren. Zum Beispiel diese: Immer mehr Möbel werden online gekauft. Das dürfte niemanden überraschen. Dass aber in einer Umfrage des ECC Köln „38,2 % der Amazon-Käufer angeben, dass sie ihr Interieur schwerpunktmäßig dort kaufen“, ist doch eine überraschend hohe Zahl. Dieser Link aus unserem Freitagsnewsletter sollte Entscheider der Einrichtungsbranche zum Nachdenken über Cross-Channel-Strategien bringen. Klar, ein Möbelstück ist kein Buch. Die Hürde des reinen Online-Kaufs ist dementsprechend höher. Doch die Rolle, die Amazon in der Online-Ökonomie spielt, geht weit über die einer Handelsplattform hinaus: „Fast zwei Drittel der befragten Smart Consumer, Konsumenten für die das Smartphone die zentrale Rolle im Alltag spielt, haben sich vor dem Internetkauf bei dem Giganten informiert.“ Preise, Bewertungen anderer Kunden, Produktbeschreibungen – bevor der Kunde im Laden steht oder einen anderen Webshop besucht, informiert er sich bei Amazon. Wie die Investitionsentscheidungen aussehen, ob man seine eigenen Möbel auf Amazon abbildet oder in eigene Info- und Shoppingplattformen investiert, das wird sicherlich von Fall zu Fall unterschiedlich sein. Sicher aber ist: Wer heute die digitalen Kanäle ignoriert, dürfte sich morgen in der xten Auflage von „Mein größter Fehler“ wiederfinden.

„Nicht zu viel, nicht zu wenig. Genau richtig.“

Und wo wir gerade bei der Trendberatung sind: Hier noch die „heißesten“ Trends aus unseren letztwöchigen Newslettern: „Lagom heißt der neueste Interior-Trend aus Schweden“ – das meldete der Designbote. Lagom muss man sich als Mixtur aus Möbelminimalismus und einer Portion Gemütlichkeit vorstellen. Wenige, schlichte, helle Möbel treffen auf Deko-Elemente wie Kerzen, Pflanzen oder Holzschalen. Qualität geht dabei eindeutig vor Quantität. „Lagom (gesprochen “Lahgomm”) ist das schwedische Lebensgefühl und bedeutet nichts anderes als “nicht zu viel, nicht zu wenig”, also “genau richtig”. Es ist das Ethos des Moderaten – wer danach lebt, führt ein ausgeglichenes, nachhaltiges Leben.“ Unser Urteil: Da soll wohl ein neues Hygge etabliert werden. Wir glauben, dass man diesen Trend bei den Investitionsentscheidungen getrost vernachlässigen kann – zumal er ja nichts wirklich Neues mit sich bringt. Das sieht bei Trend Nr. 2 schon etwas anders aus: Das Küchenplaner Magazin meldet, dass berührungslose Armaturen auch in Privathaushalten zunehmend gefragt sind. Dies sei das Ergebnis einer Studie des Armaturenherstellers Hansa mit dem Fraunhofer Institut. Und – Entschuldigung, Lagom! – hier sehen auch wir ein längerfristiges Marktpotenzial. Warum sollte, was sich in jedem noch so schäbigen öffentlichen Waschraum durchgesetzt hat, nicht auch zuhause funktionieren? Man hat beide Hände frei, z. B. für Geschirr beim Abspülen – das hilft doch eher bei der Suche nach einem ausgeglichenen Leben als der xte Lifestyle-Trend mit zweiwöchiger Halbwertzeit.

Ebenfalls interessant: Die Rauminstallation „Das Haus“ auf der imm cologne wird 2018 von der tschechischen Designerin Lucie Koldova gestaltet. Lucie Koldova ist hauptsächlich für ihre Leuchten und Licht-Inszenierungen bekannt. Darin unterscheidet sie sich deutlich von ihren Vorgängerinnen und Vorgängern, doch die Wahl hat System: „2018 fokussieren wir das Thema Licht und unterstreichen damit seine Bedeutung als kreatives Einrichtungselement“, sagte Creative Director der imm cologne Dick Spierenburg dem Möbelmarkt. “Passend dazu wollen wir unser Prestige-Projekt ‚Das Haus` auch in einem besonderen Licht erstrahlen lassen.“ Licht als Design-Element – das ist ein Thema, das Zukunft hat.

Wir wünschen Ihnen eine erleuchtete Woche voller richtiger Fehler!
Ihr Team von GOOS COMMUNICATION

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